25 Jahre Lauftreff Langensteinbach
Jetzt aber wollen wir doch noch einmal unsere Jubiläumsveranstaltung aus
Anlass des 25-jährigen Bestehens des Lauftreffs in der Leichtathletikabteilung
des SV Langensteinbach Revue passieren lassen. Ja, es war für alle Teilnehmer
sicher ein großartiges Erlebnis. Wenn auch eine relativ kurze Vorbereitungszeit
blieb -im Kalenderjahr sind auch so viele Termine frei- kann doch von einer
Erfolgsveranstaltung geschrieben werden. Im Lauf der Zeit konnten aber immerhin
174 Einladungen an alle Aktiven und Ehemaligen ausgeschrieben werden. Und viele
sind der Einladung gefolgt und sind nicht nur gelaufen und gewalkt, sondern
haben dabei und später beim gemütlichen Teil auch Erfahrungen und
Erinnerungen austauschen können. Letztendlich fanden sich zum Treffpunkt
29 Läuferinnen und Läufer sowie 27 Walkerinnen und Walker ein, um
gemeinsam an den Grenzen von Karlsbad entlang zu laufen oder walken und wandern.
Mit der S-Bahn zur Endhaltestelle nach Ittersbach und dann ging's los. Die Walker
und Wanderer entlang der "Ostgrenze", die Pfinz überqueren und
von der Hohmühle angestiegen und dem Auerbachtal entlang ging der Weg in
Richtung Langensteinbach. Weiter über den Platz des Hundevereins zur Körperbehindertenschule
des Landkreises, wo der Lauftreff regelmäßig startet und über
die St.-Barbara-Ruine zum Clubhaus "Zur Wagenburg. Entlang der "Westgrenze"
ging es für die Läuferinnen und Läufer zunächst durch Ittersbach
auf die Höhe des Wasserhochbehälters und am Schützenhaus vorbei,
entlang den Diebswiesen und dem Katzenbachtal bis ins Albtal bei Fischweier.
Vorn dort wieder der Anstieg über den Hohberg nach Etzenrot, am dortigen
Hochbehälter vorbei und durch den Wald an der Dreimarktumsgrenze in Richtung
Clubhaus "Zur Wagenburg". Das waren nach Ermittlungen bei Google genau
13,3 Km und 262 Höhenmeter. So hatten wir Karlsbad fast umrundet und dann
insgesamt eine Strecke von fast 25 Km bewältigt, angelehnt an unsere Jubiläumszahl.
Nach diesem sportlichen Teil folgte der obligatorische gemütliche Teil - und hier gab's kein Halten mehr. Ehemalige und Heutige tauschten Erinnerungen und Erfahrungen aus und insbesondere die Bilderserien hierzu gaben Anlass zu vielen "Ohs" und "Ahs" und regen Diskussionen. Insgesamt hatten wir ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt und dafür zunächst mal ein herzliches Dankeschön an Jürgen Kirchenbauer für die gelungene Zusammenstellung der Bilderschau. Viel zeitlicher Aufwand und das in doch sehr kurzer Zeit und auch die neuesten Bilder des Tages waren bereits eingearbeitet. Nach dem guten Abendessen konnten Hermann Ried und der derzeitige Lauftreffleiter Werner einen individuellen Abriss der Geschichte des Lauftreffs geben. Im März 1985 um den Frühlingsanfang herum waren es Doris und Hermann Ried mit Hubert Rädle, die den Lauftreff in Gang brachten. Zunächst nur mal im Ittersbacher Wald vom Reha-Krankenhaus in Richtung Hochbehälter Sallenjagen bis zum Grillplatz und wieder zurück. Das waren etwa 3-4 Km und für die Anfänge schon recht anstrengend, wie Hermann berichtete. Aber innerhalb kurzer Zeit steigerten sich die Lauftreffler auch in ihrer sportliche Form und liefen nach etwa fünf Jahren bereits Strecken über fast 10 Km. Einige der Ehemaligen waren zugegen und konnten die damaligen "Anstrengungen" sicherlich nachempfinden. Die unermüdliche Energie und die Zielstrebigkeit von Doris Ried brachte schließlich auch für 1995 den "legendären" "Heldrungen-Lauf" vom 15. bis 18.Juni 1995 als Jubiläumslauf anlässlich des 10-Jährigen des Lauftreffs zustande. Über ein Jahr vorher wurde mit den Planungen begonnen und ein Stafettenlauf über 460 Km zu unserer Partnergemeinde Heldrungen in Thüringen geplant und mit Akribie bis ins kleinste Detail erarbeitet. Für die 31 Teilnehmer von damals -von denen 22 auch dieses Mal wieder dabei waren- wurde ein unvergessliches und nicht zu übertreffendes Erlebnis wieder wach und die hierzu erstellte Bilderserie unterstrich diese Erinnerungen nochmals. Dazu gehörte auch das Nachtreffen am 22.07.1995, bei dem ein "Gedicht eines Mitläufers seine Uraufführung" fand und das Manfred Lambarth nochmals mit Ergriffenheit und Rührung zu Gehör brachte. Letztendlich gilt das Zitat des Omnibusfahrers von damals immer wieder: "Normal isch annerschd, aber scheeh war´s!"
In der Folge konnte Werner die Entwicklung des Lauftreffs in den darauf folgenden Jahren auch anhand sportlicher Ambitionen und Erfolge von einzelnen Mitgliedern unseres Lauftreffs skizzieren - über den regelmäßigen Lauftreff zu Volksläufen, Halbmarathon- und Marathonläufen auch auf internationalem Niveau bis hin zu Extrem-Läufen wie den Fidelitas-Nachtlauf über 80 Km oder den "Two-Ocean-Run" in Südafrika über 56 Km. Zwischendurch konnten wir als Überraschung noch eine kleine Tombola veranstalten und unsere "treue Seele" Angela durfte den Gewinn in Anspruch nehmen.
Im Jahre 1997 gründete sich dann die Walkinggruppe innerhalb des Lauftreffs. Es war im Oktober 1997, als es der Gerti mal nicht so gut ging, sie war leicht erkältet, wollte aber nicht auf die Bewegung an der frischen Luft verzichten und war deshalb beim damaligen Lauftreff nicht so schnell unterwegs, sondern nahm die "neuartige Gangart" WALKING in Angriff. Erst war sie ganz allein in dieser Disziplin, aber nach und nach gesellten sich Gleichgesinnte, die nicht unbedingt die Strecke im Laufschritt oder per Jogging absolvieren wollten, zusammen und so war die Walking-Gruppe im Lauftreff ins Leben gerufen. Zu der Zeit gab es diese Sportart zwar schon, jedoch fanden sich in unserem Raum nur wenige zusammen. Wir freuen uns über jeden Teilnehmer und würden gern auch Neu-Einsteiger begrüßen. Allerdings sollten die Grundbegriffe schon ein bisschen bekannt sein, da wir keine "Lehrstunden" geben, wenngleich sich Gerti und auch Ilse sich in dieser Hinsicht selbst qualifiziert haben und entsprechende Zertifikate vorweisen können.
Die Gruppe wurde größer und verfestigte sich, ohne jedoch aus dem
Lauftreff auszuscheren. Gerti hat hier in den 10 Jahren beste Arbeit auch in
sozialer Hinsicht geleistet, und weil einmal in der Woche dann ein bisschen
wenig war, richtete sie einen zweiten Tag in der Woche ein, an dem sich die
Walkerinnen und Walker zusätzlich in der frischen Luft bewegten. Auch hier
sind Läuferinnen und Läufer willkommen.
Mittlerweile hat Ilse Denninger die notwendigen Qualifikationen und leitet zusammen
mit Gretl Heil die Walking-Gruppe. Auch beim Lauftreff gab es einen Wechsel
an der Spitze. Ebenfalls im Jahre 1997 hat Werner Rößler die Tätigkeit
übernommen und "...hält die Truppe am Laufen".
Unser Ziel ist es. laufend und walkend fit zu bleiben. Für uns ist wichtig, uns mindestens einmal die Woche zu treffen und eine Stunde in verschieden starken Gruppen durch den Karlsbader Forst zu laufen und zu walken.
Zum Abschluss nochmals ein Dankeschön des Lauftreffleiters an die Mitstreiter und Organisatoren dieser Veranstaltung, ohne die es in so kurzer Zeit sicherlich nicht so gut geklappt hätte, insbesondere Manfred und Gerti fürs Post austragen und die Betreuung der Walker/Wanderer einschließlich der Streckenauswahl.
Übrigens, wir haben auf unserer Homepage bei den Leichtathleten mittlerweile die Bildergalerie eingestellt. Wer jedoch eine extra CD mit den Bilderserien beginnend vom Heldrungen-Lauf bis heute haben will, kann diese über Werner anfordern und bekommen.
Wohin geht der Lauftreff heute?
Wie jeder Verein ereilt uns das Problem der "Überalterung". Stagnierende Teilnehmerzahlen beschäftigen uns immer mehr. Alle Terminschwierigkeiten sind uns bekannt und was sonst noch damit zusammenhängen mag. Soweit ersichtlich, ist unsere Linda - wenn sie da ist -wohl die jüngste in unserem Kreis. Und wir sind ja alle froh, dass wir bei guter Gesundheit und Fitness unserem lieben Hobby nachgehen können. Vielleicht gewinnen wir durch Mund-zu-Mund-Werbung mal den einen oder anderen zu unserem Lauftreff. Viele Läuferinnen und Läufer sind zu allen möglichen Zeiten durch die Wälder und Fluren unterwegs, und wir überlegen uns immer, ob diese nicht auch regelmäßig und dann in einer Gruppe laufen wollten/könnten.
Ich wünsche uns allen auf jeden Fall weiterhin gute Gesundheit und frohes Laufen/Walken in der Gemeinschaft